rDME ist ein farbloses Gas, das sich unter geringem Druck verflüssigt. Die erneuerbare Variante wird aus Synthesegas gewonnen, das regenerativ aus Biomasse hergestellt wird. Ob in Neu- oder Bestandsgebäuden, privat oder gewerblich genutzt – das Potenzial von rDME für eine erfolgreiche Energiewende ist enorm. Unter dem Produktnamen Futuria DME hat Primagas rDME als erster und bislang einziger Flüssiggas-Versorger in Standard-Heizungsanlagen getestet. Der Grund: rDME und Flüssiggas sind chemisch ähnlich, jedoch nicht identisch. Aufgrund seiner Eigenschaften, insbesondere seiner Polarität, stellt rDME spezifische Anforderungen an Materialien und Bauteile in Heizungsanlagen. Deshalb galt es in den Tests zu klären, an welchen Stellen technische Anpassungen nötig sind.
Aussichtsreiche Zwischenergebnisse
Um herauszufinden, ob Komponenten wie Regler, Ventile und Leitungen für einen reibungslosen Betrieb mit rDME angepasst werden müssen, hat Primagas seit September 2023 drei Anlagen mit verschiedenen Mischungsverhältnissen betrieben: 20 beziehungsweise 65 Prozent rDME gemischt mit LPG sowie mit 100 Prozent rDME. Bei keiner Variante gab es sichtbare Auffälligkeiten – weder an den Komponenten der Versorgungsanlagen noch an den Verbrauchsgeräten. Auch die Mischverhältnisse in den Behältern erwiesen sich im Testverlauf als stabil. Die besten Ergebnisse haben wir bei den Geräteeinstellungen für Erdgas erzielt: mit 100 % rDME und einem Gasgerätedruck von 20 mbar. „Es waren nur leichte Anpassungen an den Versuchsgeräten erforderlich,“ sagt Thomas Maus, Bereichsleiter Technik bei Primagas. „Dieses Zwischenergebnis ist sehr zufriedenstellend und wir kommen mit Futuria DME wieder einen großen Schritt voran.“ Nach dem Rückbau der Anlagen werden die Hersteller die Einzelkomponenten detailliert untersuchen. Der nächste Schritt: Mitte 2026 startet Primagas gemeinsam mit namhaften Heizungsherstellern Feldtests bei ausgewählten Kunden. Ziel ist es die Installation, Umrüstung, Wartung und rDME-Logistik praxisnah zu testen.